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AKS-Tagung in Schwalmstadt am 19. und 20. Februar 2010: "Kritik Sozialer Arbeit - kritische Soziale Arbeit"

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aktualisiertes TAGUNGSPROGRAMM

 

ARBEITSKREIS KRITISCHE SOZIALE ARBEIT  (AKS)

Ende 2005 entschlossen sich einige HochschullehrerInnen dazu, einen bundesweiten „Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit" (AKS) ins Leben zu rufen. Die Notwendigkeit eines derartigen Arbeitskreises stellt/e sich aufgrund einiger zentraler Sachverhalte, so u.a. der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen (Stichworte: Globalisierung, Neoliberalismus, „Vermarktwirtschaftlichung“ weiter gesellschaftlicher Bereiche, zunehmende soziale Ungleichheit, zunehmende Arbeitslosigkeit und Armut); des "Zustands" der Sozialen Arbeit in Theorie und Praxis sowie der Unzufriedenheit von Praktikern und Praktikerinnen, Studentinnen und Studenten mit Entwicklungstendenzen Sozialer Arbeit; ferner der verstreuten Aktivitäten einer Vielzahl von KollegInnen an Fachhochschulen und Universitäten, die u. E. ein gemeinsames Forum für die (Weiter-)Entwicklung einer kritischen Theorie und Praxis Sozialer Arbeit finden sollten; nicht nur, um die individuellen Anstrengungen um eine kritische Theorie und Praxis Sozialer Arbeit in einem gemeinsamen Projekt zu bündeln, sondern auch, um eine kritische Praxis und Gegenöffentlichkeit zum mainstream der Sozialen Arbeit/Sozialpolitik und zum hegemonialen neoliberalen Diskurs weiter zu stärken.

Zahlreiche Kollegen und Kolleginnen aus dem gesamten Bundesgebiet aus Wissenschaft, Lehre, sozialpädagogischer/sozialarbeiterischer Praxis, aus „benachbarten“ Professionen sowie aus Gewerkschaften wirken im AKS mit – abhängig von den zur Verfügung stehenden zeitlichen Kapazitäten in unterschiedlicher Intensität und Regelmäßigkeit. Uns eint weder Ideologie noch ein Konsens in Theorie, sondern das Bemühen um Formulierung und Realisierung von Perspektiven kritischer Sozialer Arbeit; einer Sozialen Arbeit, die

  • sich ihren Gegenstand und ihre Funktion nicht von außen vorgeben lässt, sondern diese eigenständig benennt, um sich in der Ausgestaltung der sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Praxen auch tatsächlich darauf zu beziehen;

  • im Rahmen einer reflexiven Grundhaltung über strukturelle Zusammenhänge (z.B. soziale Ungleichheit oder Prozesse sozialer Ausschließung) aufklärt und (vor dem Hintergrund der an sie selbst herangetragenen Erwartungen von Politik und Gesellschaft) den Blick auf die eigene Verstricktheit in diese Prozesse richtet;

  • die Verfestigung und Legitimation von sozialer Ungleichheit deutlich macht  und gesellschaftliche Interessenkonflikte und Machtunterschiede aufdeckt;

  • sich distanziert von den Zumutungen ordnungspolitischer Problemlösungen und nach der Thematisierung und politisierenden Bearbeitung von sozialer Ungleichheit, sozialem Ausschluss, Unterdrückung und Diskriminierung, insbesondere bezogen auf die Dimensionen Klasse, Geschlecht, Ethnizität, Alter, „Behinderung“ u.a. strebt;

  • sich dadurch auszeichnet, dass sie - orientiert an den Prinzipien der Aufklärung und Emanzipation – versucht, Bildungsprozesse in Richtung auf eine selbst bewusstere, selbst bestimmtere und autonomere Lebenspraxis der AdressatInnen zu ermöglichen;

  • letztlich ebenso ihre Theorie und Praxis immer wieder der Reflexion und Kritik unterzieht, wie den Kriterien, die der Reflexion und Kritik zugrunde liegen.

Neben der Aufdeckung und Skandalisierung gesellschaftlicher Widersprüche, der Reflexion und Kritik sozialarbeiterischer/sozialpädagogischer Praxen gilt das Bemühen des Arbeitskreises auch der (Ermöglichung der) Gestaltung des Sozialen, insbesondere auch um diese Gestaltung nicht bestimmten Interessengruppen und Entscheidungsträgern zu überlassen, sondern auszurichten an den Wünschen, Bedürfnissen und Interessen der Subjekte.

Dies sind einige der Themen, mit denen sich der AKS seit seiner Konstituierung beschäftigt, und zwar einerseits im Rahmen der mehrmals jährlich stattfindenden bundesweiten Treffen, andererseits aber auch in ersten Regionalgruppen in Bremen und in Hannover, der in nächster Zeit noch weitere Folgen werden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen an den Treffen des AKS teilzunehmen und sich zu engagieren. Weitere Informationen, Aktivitäten und Termine finden sich auf dieser Seite (die noch nicht ganz fertig gestellt ist) oder direkt per mail an

 

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